Wie der Porsche Taycan die Entwicklung von E-Autos beeinflussen könnte

  • Boink
  • 2021-08-17 09:05
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Wie der Porsche Taycan die Entwicklung von E-Autos beeinflussen könnte

Viele Menschen sehen in E-Autos nicht die Technologie der Zukunft, die Technologie, die ihren Teil zum Bewältigen des Klimawandels beitragen soll. Insbesondere Motorsport-Enthusiasten können den elektrischen Flitzern oftmals noch nicht viel abgewinnen und bleiben lieber bei lauten Verbrennern. Doch E-Autos sind bei weitem nicht nur elektrische Kleinwagen: Porsche zeigt mit seinen Taycan-Modellen eindrucksvoll, was auch im Bereich der Luxussportwagen mit elektrischem Antrieb möglich ist.

Natürlich ist der Taycan mit mindestens 83.520€ nicht gerade billig. Für viele Menschen bleibt da nur ewiges Sparen oder eine Glückssträhne im Casino. Um sich erst einmal mit Automaten zurechtzufinden, empfehlen wir, dass Sie Merkur Spielautomaten kostenlos ohne Anmeldung spielen und so sich mit diesen Titeln vertraut machen.
Wir haben uns das Auto genauer angeschaut und untersucht, wie das Fahrzeug der Stuttgarter die weitere Entwicklung von E-Autos beeinflussen könnte.

Taycan Innovationen
Porsche hat seine Ingenieure beim Taycan zu Höchstleistungen angetrieben und das macht sich bezahlt: Wissenschaftler kürten den Taycan zum innovationsstärksten Modell der Welt. 27 Neuerungen lassen erahnen, was bei Elektroautos möglich ist und wo die Reise in Zukunft hingeht. Bei 13 der Neuerungen handelt es sich sogar um weltweite Innovationen. Das unabhängige Institut CAM bewertete 250 Serienfahrzeuge und kam zu dem Schluss, dass der Porsche Taycan die Auszeichnung zum innovationsstärksten Modell verdient hätte. Besonders beeindruckend sind die 800-Volt-Architektur, der herausragende cw-Wert, das Zweigang-Getriebe an der hinteren Achse und die starke Rekuperationsleistung.

800 Volt Batterie
Die Ladezeit des E-Autos ist einer der kritischen Faktoren, der die weitere Verbreitung der Technologie bestimmen wird. Im Idealfall wird die Ladezeit sich immer mehr der Zeit annähern, die man üblicherweise zum Tanken braucht.

Beim Porsche Taycan kommt erstmals eine Batterie mit 800 Volt Spannung und einem raffinierten Thermomanagement zum Einsatz.

Unter anderem durch diese Batterie ist der Taycan, wie die meisten Elektroautos, ein recht schweres Fahrzeug. Damit die 2.125 bis 2.395 kg sich nicht auf das Fahrgefühl auswirken, sitzt die Performance-Batterie Plus im Unterboden des Autos. Dadurch erreicht man einen tiefen Schwerpunkt und kann die sportlichen Fahreigenschaften gewährleisten, die man von einem Porsche erwartet.

Das Gehäuse der Batterie ist Teil der Karosseriestruktur und bewahrt die Batterie an sich vor schädlichen Umwelteinflüssen. Außerdem sind hier die Bestandteile der Kühlung und Elektronik verbaut.

Bisher war bei Elektroautos eine Systemspannung von 400 Volt üblich. Beim Taycan erreicht Porsche mit der doppelten Spannung eine geringere Ladezeit, eine hohe Dauerleistung und reduziert die notwendige Verkabelung.

Die Batterie des Taycan Turbo S ist zweistöckig aufgebaut und vereint 33 Zellmodule mit jeweils zwölf Zellen. Insgesamt bieten die 396 Zellen eine Kapazität von 93,4 kWh. Um die rechteckige Bauweise der Batterie optimal zu nutzen, ist der Elektroden-Stapel von einer Verbundfolie statt eines unflexiblen Gehäuses umgeben.

Damit die Batterie stets in der optimalen Temperatur arbeiten kann, ist sie mit dem Kühlkreislauf des Fahrzeugs verbunden. Im Winter wird nur sehr wenig Wärme an die Umgebung abgegeben, da die Kühlelemente am Boden des Batteriekastens wärmeleitend verklebt sind.

Die Abwärme anderer Komponenten kann zudem in der Batterie gespeichert werden. Sie erfüllt damit eine ähnliche Funktion wie der Pufferspeicher einer Heizung. Je nach Fahrprogramm und Batterieladung kann das System dann selbstständig entscheiden, welche Temperatur am besten für die Batterie ist. So gehen die sportlichen Fahreigenschaften nicht verloren und die Launch Control ist stets einsatzbereit.

Sogar Parameter wie die Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung werden herangezogen, um anhand des gewählten Fahrprogramms die Aufnahmeleistung für die Klimatisierung vorauszusagen. So kann die Reichweite beim gewählten Fahrprogramm ziemlich genau prognostiziert werden. Im Hintergrund werden Berechnungen zu den anderen Fahrmodi durchgeführt, falls der Fahrer sich entscheidet, das Fahrprogramm zu wechseln.

Perfekte Kraftübertragung mit dem Zweigang-Getriebe
Die Kraft des Elektromotors kommt mit einer Gesamtübersetzung von 8:1 bei den Vorderrädern an. Das Zweigang-Getriebe ist eine der vielen Innovationen von Porsche, mit denen man sich weiterhin weltweit behaupten möchte. Der erste Gang sorgt für eine schnelle Beschleunigung auf den ersten Metern, während im lang übersetzten zweiten Gang der Energieverbrauch auch bei hohen Geschwindigkeiten und Laufzeiten effizient bleibt.

Der erste Gang wird vor allem bei den Fahrprogrammen “Sport” und “Sport Plus” genutzt. Diese Modi ermöglichen auch den Einsatz der Launch Control. Dabei bleibt das Fahrzeug länger im ersten Gang und schaltet mit einer Schaltüberhöhung in den nächsten Gang.

Während im ersten Gang 15 Umdrehungen der Maschine für eine Drehung der Räder sorgen, sind es im zweiten Gang acht. Dadurch erreicht der Taycan eine Höchstgeschwindigkeit von 260 Stundenkilometern und kann auch bei hoher Geschwindigkeit noch gut beschleunigen.

Rekuperation: Rückgewinnung von Bewegungsenergie
Bei Autos mit Verbrennungsmotor verpufft ein großer Teil der Bewegungsenergie an den Bremsen als Wärme. E-Autos hingegen können die kinetische Energie zum Teil zurückgewinnen und mit einem Generator wieder in Strom umwandeln.

Mit einer höchsten Rekuperationsleistung von maximal 265 kW kann sich Porsche von der Konkurrenz abgrenzen. Wenn man den Fuß vom Gas nimmt, rollt der Taycan noch recht lange, da die kinetische Energie zum Weiterfahren verwendet wird. Das Fahrzeug rekuperiert also nur, wenn man aktiv das Bremspedal betätigt, dann aber mit hervorragender Effizienz.

Luftwiderstand
In Sachen Aerodynamik hat sich Porsche beim Taycan selbst übertroffen. Der cw-Wert von 0,22 ist besser als bei allen anderen Porsche-Modellen. Dadurch können ein vergleichsweise geringer Energieverbrauch und eine hohe Reichweite gewährleistet werden.

Unter anderem wurde die Grundform optimiert und Air Curtains sowie das PAA-System integriert (Porsche Active Aerodynamics).

Zur Optimierung verbrachte der Taycan 1.500 Stunden im Windkanal. Die Erkenntnisse daraus wurden in sorgfältigem Feinschliff verarbeitet. Zuvor hatte man ein 1:3-Modell 900 Stunden in den Windkanal geschickt und eine 3D-Simulation durchgeführt.

Die Air Curtains sind nach der Luft benannt, die in die großen Lufteinlässen der Scheinwerfer strömt. Verwirbelungen können durch die Konstruktion reduziert und der cw-Wert weiter gesenkt werden.

Zudem konnte der Unterboden des Taycan anders als bei Verbrennern komplett verkleidet werden. Grund sind die fehlenden heißen Abgase, die sonst am Unterboden entlang abgeführt werden.

Das PAA-System regelt die Kühklappen an der Front des Fahrzeugs. Wenn die Klappen geschlossen sind, ist der Luftwiderstand am geringsten und die Reichweite dementsprechend am höchsten. Um den Bremsen und dem Kühlsystem die Arbeit zu erleichtern, kann das System die Klappen öffnen. Je nach Fahrmodus, Geschwindigkeit und Temperatur der einzelnen Komponenten entscheidet das intelligente System, die Klappen zu öffnen oder zu schließen.

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